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Wie sinnvoll ist eine profitorientierte Lebensmittelproduktion? 

Ist eine sinnvolle, dem Leben zuträgliche  Lebensmittelproduktion überhaupt realisierbar, wenn der Erzeuger profitgetrieben agieren muss? Ungeachtet dessen, ob es sich um konventionelle, biologische, bio-dynamische oder in Permakultur angebaute Lebensmittel handelt? Wird der Erzeuger, selbst wenn es um seine eigene Existenz geht sich immer der Qualität der Lebensmittel verschreiben? Ich denke nicht. Und das ist auch ganz nachvollziehbar. Niemand kann sich selbst anrechnen geschweige denn von Anderen erwarten, gegen das eigene Einkommen zu wirtschaften. Es muss mit diesen Rahmenbedingungen bzw. in unserem heutigen System immer darauf hinauslaufen, dass bei der Qualität Abstriche gemacht werden müssen, weil die Ressource „Währung“ künstlich und gewollt verknappt wird. 

Was lässt sich nun aber aus dieser Erkenntnis schließen? Nun, ich für meinen Teil schließe hieraus, dass wir nur auf 2 Wegen wieder zu natürlichen und für das Leben optimal beschaffenen Lebensmitteln zurückfinden: 

1. Durch die Errichtung eines Unternehmens, welches als „Non-Profit“ operiert und einen wirtschaftlichen Fehlbetrag zur Aufrechterhaltung der ursprünglich angepeilten Lebensmittelqualität von der Allgemeinheit ausgeglichen bekommt. Dies kann natürlich zum Nachteil haben, dass der Produktions- & Organisationsprozess an Effizienz einbüßen wird, wenn die dahinter stehenden Mitarbeiter und Menschen die Arbeit nicht also Mission & Lebensaufgabe wahrnehmen. Derjenige, der sich noch in veralteten Denkstrukturen aufhält, würde dies als „Verstaatlichung der Lebensmittelproduktion“ bezeichnen. Wem es hilft, diesen Gedanken besser zu verstehen, dem ist es natürlich freigestellt, diese Wortwahl weiterhin zu gebrauchen. 

2. Durch die maximale Dezentralisierung der Lebensmittelerzeugung. Optimalwerweise ist demnach der Konsument gleich dem Produzent. Pragmatischer ausgedrückt, würde das bedeutet, dass wir alle wieder anfangen uns in unserem eigenen kleinen Gärtchen die Früchte & Gemüse des täglichen Bedarfs selbst zu ziehen. Möglichst naturbelassen und nachhaltig versteht sich hoffentlich inzwischen von selbst. Somit haben wir das Dilemma gelöst. Eine Vernachlässigung der Lebensmittelqualität spiegelt sich direkt in der Qualität unserer eigenen (zumindest) körperlichen Existenz nieder. Die notwendige Verbindung ist wiederhergestellt – das Problem ebenfalls gelöst.  

Was mir (und hoffentlich auch vielen anderen Menschen) in den letzten Jahren immer klarer wird, ist, dass Dezentralisierung der Schlüssel für so viele Herausforderungen sein kann. Ob es nun die Dezentralisierung der Lebensmittelerzeugung wie oben beschrieben oder die Dezentralisierung von Macht mithilfe der Subsidiarität ist, bleibt vorerst unberücksichtigt. Die Kernaussage ist lediglich, dass wir die Verantwortung wieder zu uns holen dürfen. Nicht nur im psychologischen Sinne, sondern auch räumlich. So und nur so hat es die Schöpfung für uns vorgesehen.